unterwegs für eine Vision

Monat: März 2022

Ermutigung

Ermutigung. Dieses Wort tauchte heute beim Meditieren in mir auf. Ich brauche Ermutigung in diesen Tagen und in dieser Zeit und vermutlich geht es euch ähnlich.
 
Seit vielen Wochen bereite ich nun mein Pilgern für das Friedenszentrum vor und nun behält es diese Aktualität, die grausam und im wahren Wortsinn für uns trotz vieler Bilder unvorstellbar bleibt. Zunächst war meine Reaktion: Genau der richtige Impuls in dieser Zeit.

Je länger aber der Krieg, das Töten und die Zerstörung andauern, umso mehr wird dieser Satz in mir schal. Auch ich spende für die Opfer des Krieges – das kann die Ohnmacht aber nicht vertreiben, die die visionäre Vorstellung des Auf- und Ausbaus eines Friedenszentrums angreift. Ich erlebe dies derzeit als einen echten inneren Konflikt.

Und dann taucht daneben auch der Satz auf: „Wenn ich wüsste, dass morgen die Welt unterginge, würde ich heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen“. Er wird Martin Luther zugeschrieben, und wer das auch immer gesagt haben mag: in diesem Satz ist der andere Pol des inneren Konflikts benannt.

Eine meiner wesentlichen Erfahrungen insbesondere im Pilgern ist, dass wir mit allen Themen in Frieden kommen können, und dass dieses eigene, innere „in Frieden kommen“ die Voraussetzung dafür ist, nach außen friedvoll zu sein.

Und so blicke ich, meiner polaren inneren Welt bewusst, auf dieses Projekt hier und bin bereit, weiter meine ganze Energie einzusetzen, dass dieser Ort, der friedvollste, den ich kennengelernt habe, wachsen kann.

Und so sind diese Zeilen die Einladung zu einer gegenseitigen Ermutigung: Für mich zählt jede Reaktion / Rückmeldung dazu, dein inhaltliches Interesse an der Beschreibung und diesem Blog, der jetzt noch sporadisch, ab 8. 4. aber regelmäßig von unterwegs aktualisiert wird.

Bitte schaue auf die Möglichkeiten, wie du > „dabei sein“ könntest .

Erschütternde Aktualität

Ich bin, wie alle Menschen in meinem Umfeld, erschüttert von dem Krieg, der in allernächster Nachbarschaft tobt, und von dem Leid, das er über so viele Menschen bringt.

Als ich dieses „Friedenspilgern“ gestartet habe, war nicht im Entferntesten daran zu denken, welch dramatische Aktualität es heute, wenige Wochen später, bekommen würde.

Und ich hoffe sehr, dass wir – ich selbst wie viele andere – aus den ersten Impulsen von Härte und Aufrüstung herauskommen. Den Weg hat Mahatma Gandhi gezeigt.

Ich habe mir vorgenommen, hier immer wieder an diesen möglichen gesellschaftlich-politischen Weg zu erinnern, der auf ewig mit seinem Namen verbunden bleiben wird.

„Es gibt keinen Weg zum Frieden, denn Frieden ist der Weg.“

(Mahatma Gandhi)

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